Zinsvergleich Tagesgeld


Der Unterschied zwischen einem Tagesgeldkonto und einem Wertpapierdepot

Wenn in früheren Jahren Kunden einer Bank Wertpapiere gekauft haben, bekamen sie die entsprechenden Wertpapiere in Papierform ausgehändigt, um sie dann in ihren Tresor zu Hause oder in ihr Bankschließfach zu legen. Das ist heutzutage nicht mehr der Fall, es gibt so gut wie keine effektiven Stücke, wie die Wertpapiere in Papierform auch genannt werden, mehr. Stattdessen eröffnet ein Wertpapierkäufer ein spezielles Konto, ein sogenanntes Wertpapierdepot, bei der Bank, in das die gekauften Wertpapiere eingebucht werden.

Hier erkennt man auch schon den Unterschied zu einem Tagesgeldkonto, denn auf einem Tagesgeldkonto können keine Wertpapiere verbucht werden. Trotzdem dienen beide Konten der Geldanlage beziehungsweise der Wertvermehrung. Allerdings wird auf einem Tagesgeldkonto das sich dort befindliche Guthaben zu einem vereinbarten Zinssatz verzinst, während nicht jede Form von Wertpapieren einen Zinsertrag einbringt. Die meisten Wertpapiere werden von den Investoren gekauft, um durch Kursgewinne an der Börse ihr Vermögen zu vermehren oder um die Wertpapiere nach einer bestimmten Zeit wieder zu veräußern. Die Gelder auf einem Tagesgeldkonto werden nicht an der Börse gehandelt, sondern liegen so lange auf dem Tagesgeldkonto, bis dass der Anleger wieder darüber verfügt.

Die Verzinsung des Guthabens auf dem Tagesgeldkonto erfolgt in der Regel einmal pro Monat und der Zinsertrag wird dem Guthaben meist dazugeschlagen. Somit ergibt sich für den Anleger ein Zinseszinseffekt auf einem Tagesgeldkonto. Bei Aktien zum Beispiel erfolgt nur einmal im Jahr eine Dividendenzahlung, die der Aktionär auf ein separates Verrechnungskonto erhält. Auch festverzinsliche Wertpapiere zahlen in der Regel die Zinsen nicht monatlich aus, sondern, je nach Ausgestaltung der Papiere, meist ebenfalls einmal im Jahr, in einigen Fällen aber auch halbjährlich oder jedes Vierteljahr.